DM: Schützenkreis Calw holt vier Medaillen

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Quelle: Schwabo

Von Albert M. Kraushaar 13.10.2016 – 09:34 Uhr
media-media-dd6f908e-8695-496a-b5ff-54fe4a87b55e-original700Herbert Schnattinger (links) und Hermann Bechtold hatten ihren Anteil an den vier Medailen. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder-Bote

München, Hannover und Dortmund lauten die Stationen, an denen sich Sportschützen aus dem Kreis Calw um Medaillen bei nationalen Titelkämpfen bewerben. München ist inzwischen Geschichte und wurde zu einem Meilenstein dank einer überragenden Vorstellung von Beate Köstel mit fünf deutschen Meistertiteln. Nun lag es nun an den Senioren aus dem Kreis Calw, diesen erfolgreichen Weg fort zu führen.

In Hannover wurden bei mehr als 1000 Starts in den Disziplinen Kleinkalibergewehr auf 50 und 100 Meter mit Diopter und Zielfernrohr die neuen deutsche Meister ermittelt. Mit dabei waren Vertreter der Schützenvereine aus Althengstett, Rohrdorf und Dachtel, die sich in wochenlangen intensiven Training mit tausenden von Übungsschüssen auf diesen alljährlichen Höhepunkt der Meisterschaftssaison vorbereitet haben.

Der Auftakt hatte es gleich in sich: In der Disziplin Kleinkaliber 100 Meter aufgelegt erzielten die Althengstetter Siegfried Haufe (298 Ringe, Rang 9), Herbert Schnattinger (297, Rang 19) und Gisela Großmann-Mast (298, Rang 4.) eine sehr kompakte Teamleistung und erreichten mit 893 von 900 möglichen Ringen die Silbermedaille bei der Teamwertung Senioren B hinter der SPSch Burg Altenwied (897 Ringe).

Der Schützenverein Rohrdorf hatte sich unter anderem in der Disziplin KK Gewehr 50 Meter aufgelegt mit Zielfernrohr qualifiziert und bei der Teamwertung für eine Überraschung gesorgt: Rainer Bühler (294 Ringe), Karl-Heinz Rupp (292) und Ehrenoberschützenmeister Hermann Bechtold (289) kamen auf insgesamt 875 Ringe – allerdings zusammen mit drei weiteren Teams und unter ihnen landeten die Rohrdorfer aufgrund der letzten Zehnerserie auf Rang drei. Es war die allerdings die erste deutsche Aufgelegt-Medaille unter eigener Flagge.

Bei dieser Leistungsdichte kommt der Kampf um den Titel einem Glücksspiel gleich. Dies musste auch die Althengstetterin Gisela Großmann-Mast erfahren. Bei Ringgleichheit von Platz eins bis vier hatte sie Gold verloren und Silber gewonnen. Bei den B-Seniorinnen am Kleinkalibergewehr mit Zielfernrohr auf 100 Meter hatte ein Quartett jeweils 298 Ringe erzielt. Gold ging mit 98, 100 und100 an Doris Kummel vom SSV Buchenbach in Baden, Silber an Gisela Großmann-Mast mit ener 99-100-99-Serie.

Die vierte Medaille, die in den Schützenkreis Calw ging, hatte dann aber doch die Farbe Gold: Ewald Schneider von der SK Dachtel – im Vorjahr noch auf dem undankbaren vierten Platz mit dem Luftgewehr in Dortmund – gelang auf der 100-Meter-Distanz der ganz große Wurf. 30 Schuss, 30 Zehner. Allerdings war Schneider unter den 70 Mitbewerbern damit nicht der einzige. Bronze hatte er sicher, er musste aber im Kampf um den Titel in ein Stechen gegen Jürgen Dörtzbach. Nach dem fünften Schuss stand die Entscheidung fest: Mit 52,7:50,9 gewann der Dachteler seine erste Goldmedaille in der Seniorenklasse A.

Bei den B-Senioren traten die Althengstetter Siegfried Haufe (298 Ringe, Rang 9), Herbert Schnattinger (297 Rang 19) und Franz Faschko (296 Rang 25.) an. Pech in dieser Klasse für Gisela Großmann-Mast, die bei Ringgleichheit mit der Silbermedaille auf Grund der Innenzehner mit 298 von 300 möglichen Ringen Vierte wurde.

War es auf 100m Ringgleichheit, so wurde der in Rötenbach beheimateten ehemaligen Internationalen auf der 50-Meter-Distanz mit 294 Ringen auf Rang fünf die letzte Zehnerserie (97 Ringe) zum Verhängnis. Ein Ring mehr hätte der B-Seniorin mit iner 98-99-97-Serie die Silbermedaille eingebracht.

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