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Von Albert M. Kraushaar

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Der Auftakt der deutschen Meisterschaft der Sportschützen ging aus der Sicht der Teilnehmer des Schützenkreises Calw gleich mal gründlich daneben. Statt der insgeheim erhofften Medaillen in der Teamwertung landeten die beiden Mannschaften des SV Rohrdorf in der 18 Teams umfassenden Konkurrenz auf den doch enttäuschenden Rängen neun und 13.

„Schlimmer“ als die Platzierung sind jedoch die erzielten Ergebnisse. Ein Schnitt von 1114,3 für die erste Mannschaft und 1092,6 Ringe für die zweite Mannschaft, das kann nicht der Anspruch einer Leistungsgruppe sein.

Die Enttäuschung begann schon bei EM-Fahrer Gregor Stabel aus Neuweiler, der mit seinen 1138 Ringen den Einzug in das Finale und damit das anvisierte Nahziel verpasst hat. Auch Tobias Huzel (1114/Rang 20) und Robin Festerling (1113/Rang 21) blieben einiges hinter den Erwartungen. Maximilian Schwämmle schafft gerade noch so die 1100er-Marke und kam auf Rang 29.

Unter der Marke von 1100 Ringen blieben diesmal Simon Schmidtke (1091/32. Platz) Max Schönle (1088/ 36.) und Eric Lachenmeier (1088/37.). Damit lagen sie doch deutlich hinter den Ergebnissen, die man von A-Junioren im Kreis Calw gewöhnt ist, zurück.

Im Vergleich dazu kam Robin Pross bei den B-Junioren mit 1113 Ringe (371 kniend, 383 liegend, 359 stehend) auf Rang 14 noch einigermaßen durch. Eugen Dizer (1102/Rang 23) schaffte gerade noch einen 275er Schnitt. Neuer Deutscher Meister wurde der Ex-Ebhäuser Andre Link (SSV Mundelsheim) mit fantastischen 1178 Ringen im Vorkampf und 457,4 im Finale.

 

Michael Klein vom SSV Bad Herrenalb, Gewinner der Einzelwertung in der Olympisch-Match-Runde im Schützenkreis Calw und Gatte von Spitzenschützin Jenny Müller, hatte sich bei der deutschen Meisterschaft in München im olympischen Liegendkampf mit 597 von 600 möglichen Ringen für das Finale der besten Acht qualifiziert.

Es war ein hochklassiger Wettkampf, den Christian Butz aus dem badischen Kronau mit 600 von 600 möglichen anführte und Karsten Strobel (Regensburg) mit 597 Ringen auf Rang neun keinen Platz mehr im Finale bekam. Ganz bitter: Im Kampf um die Medaillen schied 600er-Schütze Butz als Erster aus. Michael Klein – für den SV Fenken am Start – kämpfte sich mit einem tollen Start (32,0 Ringe) in die Medaillenränge und gewann am Ende 208,5 Silber.

Die Rohrdorf Junioren gingen auch hier mit 1746 Ringen in der Teamwertung auf Rang sechs leer aus, was die Medaillen angeht. Die zweite Mannschaft landete mit 1738 Ringen auf Platz zehn.

In der Einzelwertung hat Tobias Huzel mit guten 587 Ringen das Finale der besten Acht erreicht, konnte sich jedoch nicht mehr verbessern und schied nach einer 8,8 als sofort aus. Gregor Stabel hatte auf Rang zwölf mit 584 Ringen, Robin Festerling (581/ 21.) und Simon Schmidtke (580/25.) den Endkampf verpasst. Einen Einbruch erlebte Max Schönle mit 567 Ringen auf Platz 45.

Bei den B-Junioren schlossen Robin Pross mit 584 Ringen auf Rang 13 und Eugen Dizer mit 581 Ringen auf Rang 20 ab. Auch hier ging der „Ausrutscher“ nicht nach oben, sondern nach unten durch Tobias Lüdtke (568) auf dem 39. Platz.

 

Calw: Gregor Stabel verfehlt Bronze nur um vier Zehntel

Nach der deutlichen Steigerung im Liegendschießen, bei dem es Tobias Huzel (SV Rohrdorf/Musberg) bis in das Finale der besten Acht schaffte, kam Gregor Stabel mit dem Luftgewehr noch einen Schritt weiter.

Mit 585 von 600 möglichen Ringen erzielte der Nachwuchsschütze aus Neuweiler bei den Junioren A ein gutes Ergebnis und schaffte als Siebtplatzierter den Sprung in das Finale der besten Acht.

Hier beginnen alle Schützen wieder bei null, so dass aus der Leistung im Vorkampf (Bester Lukas Fischer, Hessen, mit herausragenden 596 Ringen) für keinen Schützen ein Vor- oder Nachteil entsteht.

Gregor Stabel begann den Endkampf mit 30,5 Ringen und Rang drei, fiel dann mit 60,1 auf Platz fünf zurück. Danach ging es mit jeweils Zwei-Schuss-Serien weiter, wobei immer der schlechteste Schütze den Stand räumen musste. Über 80,1 und 99,8 hielt sich Stabel im Medaillenrennen.

„Dank“ einer 9,1/10,0 seines direkten Konkurrenten Ferdinand Rudingsdorfer konnte er mit 10,6 und 9,6 Ringen wegen einem Zehntel auf Rang vier vorrücken. Die ersten zwei Plätze waren zu diesem Zeitpunkt mit 164,4 und 162,8 Ringen schon so gut wie vergeben, aber die Bronzemedaille war noch in greifbarer Nähe.

Das verbandsinterne Duell mit Markus Köppel vom SV Buch begann für Stabel mit einer 9,2 denkbar schlecht, die Chance, weiter zu kommen, war auf ein Minimum gesunken, nachdem Köppel mit einer 9,7 um weitere fünf Zehntel wegziehen konnte. Der nächste Schuss (10,6) von Gregor Stabel passte zwar wieder, doch mit einer 9,8 rettete Markus Köppel mit 161,2:160,8 Ringen den Minimalvorsprung von vier Zehnteln zum Gewin der Bronzemedaille.

Mit 582 Ringen und Rang 18 lieferte Maximilian Schwämmle aus Althengstett eine ganz starke Leistung ab. Sein Rohrdorfer Teamkollege Robin Festerling kam auf 581 Ringe auf Rang 24, Tobias Huzel mit 579 Ringen auf Rang 28 und Max Schönle mit 576 Ringe auf Platz 44 – durchweg gute Zahlen die aber mit keiner Medaille belohnt wurden.

Gregor Stabel im Einzel auf Rang vier, der SV Rohrdorf in der Teamwertung mit 1742 Ringen auf Platz sechs, am Ende fehlten hier fünf Ringe zur Bronzemedaille. Die zweite Rohrdorfer Vertretung landete mit 1726 Ringen auf Platz elf unter 22 Mannschaften.

Weniger glücklich verlief der Auftritt von Robin Pross und Eugen Dizer. Beide fanden sich mit 566 und 565 Ringe im breiten Mittelfeld auf den Plätzen 54 und 59 wieder.